Sasha de Sade wurde in einer kleinen Stadt in Osteuropa geboren und wuchs in einem konservativen Umfeld auf. Bereits in der Kindheit fühlte sie sich anders als ihre Altersgenossen – ein Gefühl, das sie später als erste Anzeichen ihrer Transgeschlechtlichkeit verstand. Mit vierzehn Jahren begann sie, sich intensiv mit ihrer Identität auseinanderzusetzen, und suchte nach Informationen über Transgender-Personen. In dieser Zeit stieß sie auf Online-Communities, die ihr halfen, ihre Gefühle zu benennen. Ihre Familie reagierte zunächst ablehnend, doch Sasha entschied sich, ihren eigenen Weg zu gehen. Mit siebzehn Jahren verließ sie ihr Elternhaus und zog in eine größere Stadt, um dort ein eigenes Leben aufzubauen.
Nach ihrer Transition arbeitete Sasha de Sade zunächst in verschiedenen Gelegenheitsjobs, um finanziell unabhängig zu sein. Durch Kontakte in der LGBTQ+-Szene erhielt sie ein Angebot für eine erste Fotostrecke. Sie erkannte, dass die Erwachsenenunterhaltungsbranche ihr nicht nur finanzielle Sicherheit, sondern auch eine Plattform bieten konnte, um ihre Identität sichtbar zu machen. Ihr Debüt vor der Kamera war 2018 – ein Schritt, den sie später als bewusste Entscheidung beschrieb: „Ich wollte zeigen, dass trans Frauen schön und begehrenswert sind.“ Ihre Authentizität und professionelle Einstellung führten schnell zu weiteren Engagements.
Innerhalb weniger Jahre etablierte sich Sasha de Sade als gefragte Darstellerin in der internationalen Transgender-Szene. Sie drehte für Produktionsfirmen in den USA, Europa und Lateinamerika. Besonders bekannt wurde sie für ihre Auftritte in preisgekrönten Studios, die auf hochwertige Inhalte mit trans Frauen spezialisiert sind. 2021 erhielt sie ihre erste Nominierung für einen Branchenpreis, was ihr half, noch mehr Aufmerksamkeit zu gewinnen. In Interviews betonte sie, dass sie ihre Arbeit nicht nur als Job, sondern als Teil ihrer Selbstverwirklichung sehe. Sie nutzte die wachsende Bekanntheit, um auf die Rechte von Transgender-Personen aufmerksam zu machen.
Abseits der Kamera engagiert sich Sasha de Sade für mentale Gesundheit und Akzeptanz. Sie spricht offen über die Herausforderungen, die mit ihrer Transition und der Arbeit in der Branche verbunden sind. In sozialen Medien teilt sie Einblicke in ihren Alltag und ermutigt andere trans Menschen, für ihre Träume einzustehen. Ein Wendepunkt war für sie der Verlust eines engen Freundes, der aufgrund von Diskriminierung Suizid beging. Seitdem arbeitet sie ehrenamtlich mit Organisationen zusammen, die sich gegen Transphobie einsetzen. Sie selbst bezeichnet sich heute als „stolze trans Frau, die gelernt hat, sich nicht zu verstecken“.
Neben ihrer Tätigkeit als Darstellerin hat Sasha de Sade 2023 ein eigenes Podcast-Format gestartet, in dem sie mit anderen trans Persönlichkeiten über Lebensrealitäten spricht. Geplant ist zudem eine Dokumentation über ihren Werdegang, die ungeschönt zeigen soll, wie viel Mut es braucht, den eigenen Weg zu gehen. Immer wieder betont sie, dass sie weiterhin in der Branche arbeiten möchte, solange sie sich damit wohlfühlt. Parallel dazu baut sie ein Netzwerk für trans Talente auf, die in der Unterhaltungsindustrie Fuß fassen wollen – ein Herzensprojekt, das aus ihrer eigenen Erfahrung entstanden ist.